Login
 
RSS Feed Twitter Facebook Google+

Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot!

Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot!

Kaum ein Filmkomiker war so umstritten, aber kein anderer seiner Zunft konnte sich mit ihm messen. Wie wir nun in voller Trauer berichten müssen ist Comedy-Legende, Schauspieler, Sänger, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Gerald „Jerry“ Lewis am gestrigen Sonntag im Alter von 91 Jahren verstorben. Er verstarb eines natürlich Todes im Kreise seiner Familie in seiner Heimat Los Angeles.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Joseph Levitch, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, durch seine zehnjährige Zusammenarbeit mit Sänger und Entertainer Dean Martin († 25. Dezember 1995) weltweit bekannt. Das Duo „Martin & Lewis“ wurde schließlich zu einem der erfolgreichsten Comedy-Duos der Nachkriegszeit und standen gemeinsam in 16 Filmen vor der Kamera. Im Jahr 1956 ging man jedoch getrennte Wege, sodass sich Martin dem sogenannten Rat Pack anschloss und Lewis seine Solokarriere startete.

Es folgten Filme wie „Aschenbrödel“, „Der Gesha-Hoy“ und „Der verrückte Professor“, bei er selbst das Drehbuch schrieb die die Regie übernahm. 1983 währen der Dreharbeiten zu Martin Scorsese‘ The King of Comedy erlitt Lewis jedoch einen schweren Herzinfarkt, sodass er sich bereits damals allmählich von der Schauspielere zurückzog und sich bevorzugt um seine Wohltätigkeitsprojekte kümmerte. Seine letzte Rolle vor der Kamera hatte er im Jahr 2016 im Thriller The Trust, wo er den Vater von Nicolas Cage‘ Rolle verkörperte.

Ein besonderes Projekt sollte „The Day the Clown Cried“ („Am Tag, als der Clown weinte“) im Jahr 1972 werden, wo Lewis die Titelrolle spielte und auch die Regie übernahm. Dabei versuchte er mit einem ernsten Ton das Dasein eines Clowns während des Zweiten Weltkrieges in einem KZ zu zeigen. Laut seiner eigenen Aussage schlug dieses filmische Experiment fehl, das einen gänzlich anderen, nachdenklichen und stillen Lewis präsentierte. Der Film wurde nie öffentlich aufgeführt und wird es bis voraussichtlich 2025 auch nicht werden, da er das Filmmaterial zur Aufbewahrung der Library of Congress überantwortet hat.

Bereits seit 1966 veranstaltete er sogenannte Telethons am amerikanischen Labor Day und sammelte dort über 2 Milliarden US-Dollar für die Muscular Dystrophy Association. Im Rahmen der Oscar-Verleihung im Jahr 2009 wurde Lewis für seine humanitären Dienste mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award ausgezeichnet. Dazu kamen noch Auszeichnungen wie ein Goldener Apfel (zusammen mit Dean Martin), ein American Comedy Award, ein Goldener Löwe, der Governor’s und Nikola Tesla-Award sowie die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Zudem war auch Mitglied der französischen Ehrenlegion (Kommandeur) und ein Mitglied des Order of Australia.

Lewis war zum zweiten Mal verheiratet und hatte sechs Söhne und eine Tochter, die zusammen mit einem seiner Söhne adoptiert war. Dazu kommen noch sieben Enkel und eine Urenkelin.

Legendär ist zudem sein Interview mit „The Hollywood Reporter“, wo Lewis seinen Gesprächspartner komplett auflaufen ließ:

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)