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House of Cards: Netflix beendet das Politdrama mit der 6. Staffel!

House of Cards: Netflix beendet das Politdrama mit der 6. Staffel!

Mit House of Cards kreierte man vor einigen Jahren eine der erfolgreichsten Politdramen unserer Zeit, die auch bei unseren hiesigen Volksvertretern gerne als Vorbild genommen wird. Ob dies jedoch angesichts der Methoden von Protagonist Frank Underwood (Kevin Spacey) – Intrigen, Korruption und Mord – vielleicht doch etwas fragwürdig ist sei nun dahingestellt. Denn, wie nun bekannt wurde, wird Netflix die Serie mit der kommenden 6. Staffel zu einem Ende bringen!

Bereits mit dem Ende der vierten Staffel verließ Serienschöpfer und Showruner Beau Willmon („The Ides of March – Tage des Verrats“) seine Kreation, wofür er sich an der britischen Miniserie „Ein Kartenhaus“ und dessen gleichnamigen Romanvorlage von Michael Dobbs bediente. Eingesprungen sind schließlich Melissa James Gibson („The Americans“) und Frank Pugliese („Borgia“), die bereits seit Jahren Drehbücher für die Serie beisteuerten. Trotz der unzähligen Auszeichnungen – 6 Emmy und 2 Golden Globe Awards – für die Macher und Darsteller von „House of Cards“ verkündete Streamer Netflix keine weitere Staffel mehr zu finanzieren.

Dies geschah zum Teil daraus, dass die Geschichte rund um Frank Underwood, der inzwischen gefallene Präsident der USA, erzählt sei, sowie aus dem aktuell aufkommenden Skandal um Hauptdarsteller Kevin Spacey. Ermutigt durch die Sexismus-Skandal rund um Produzent Harvey Weinstein, äußerte sich Schauspieler Anthony Rapp („Star Trek: Discovery“), dass er im Alter von 14 Jahren vom damals 26-jährigen und alkoholisierten Spacey sexuell belästigt worden sei.

Der zweifache Oscar-Preisträger entschuldigte sich für diese Tat, an die er sich allerdings nicht mehr erinnerte, und gab zudem sein Coming-out auf Twitter bekannt. Weitere Männer meldeten sich, die ebenfalls vorgaben, von Spacey sexuell belästigt worden zu sein. Bereits im Jahr 2008 ermittelte Scottland Yard gegen Spacey wegen Pädophilie und sexueller Belästigung. Aktuell hat sich Spacey sich in Therapie begeben.

Netflix scheint dies alles zu viel geworden zu sein, sodass man die sofortige Zusammenarbeit mit Spacey beendete, sodass auch die bereits in Produktion befindliche Biographie „Gore“, in welcher Space die Hauptrolle von Schriftsteller und Politiker Gore Vidal ( † 31. Juli 2012) übernimmt, nicht mehr unterstützt wird.

Aktuell pausiert die Produktion zur sechsten Staffel von „House of Cards“, da die Autoren nun damit beschäftigt sind, Frank Underwood aus der Serie zu schreiben. Einige Quellen sprechen auch davon, dass der Charakter einem Attentat erliegen soll und sich die letzte Staffel voll und ganz auf dessen Frau, Claire Underwood (Robin Wright), die neue US-Präsidenten konzentrierten soll. Zwei Episoden sind bereits abgedreht. Ob Netflix diese verwenden wird, dürfte fraglich sein. Der Streamer wünscht sich einen klaren Abschluss, sodass damit zu rechnen ist, dass Spaceys‘ Charakter nicht mehr zu sehen sein wird.

Des Weiterem scheint man auch an möglichen Ablegern der Serie zu arbeiten. So kursieren bei Netflix und der Produktionsfirma Media Rights Capital („Ozark“) gleich zwei aktuelle Ideen. Unter anderem könnte Doug Stamper (Michael Kelly), den Stabschef von Frank Underwood, der seit der ersten Episode mit an Bord ist, in einer eigenen Serie in den Vordergrund rücken.

In einer weiteren Idee stehen mehrere Journalisten im Mittelpunkt, die bereits seit langem versuchen, die Machenschaften von Frank Underwood aufzudecken. Hier könnten bereits bekannte Gesichter wie Janine Skorsky (Constance Zimmer) und Tom Hammerschmidt (Boris McGiver) die tragenden Rollen übernehmen. Ein weiteres mögliches Szenario geht in Richtung Wall Street, wo mächtige Milliardäre mit ihrem Geld die Politik kontrollieren.

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Quelle: Variety.com