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„The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman verlässt Sender AMC für Amazon!

„The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman verlässt Sender AMC für Amazon!

Trotz einiger missmutiger Fans zählen die beiden AMC-Serien „The Walking Dead“ und das dazugehörige „Fear the Walking Dead“ zu den derzeit erfolgreichen Serien der Welt. Allerdings dürfte im Hintergrund so einiges nicht richtig laufen: Nicht nur das einige der Produzenten den Mutterkonzern des Senders verklangen, so schloss nun auch „The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman einen exklusiven Deal mit Konkurrent Amazon ab!

Im Detail handelt es sich dabei um einen sogenannten „Overall“- und „First Look“-Deal zwischen Kirkman, dessen Firma Skybound Entertainment, die er mit Produzent David Alpert („Dirk Gentlys holistische Detektei“) gründete, und eben den Amazon Studios. Dies bedeutet, dass alle von Skybound entwickelten Projekte zuerst einmal Amazon angeboten werden und auch dort bleiben, selbst wenn man beschließt diese vorerst nicht zu verwirklichen. Der zweite Deal ist so ähnlich: Auch beim „First Look“-Deal darf Amazon zuerst alles begutachten, jedoch darf Skybound das jeweilige Projekt bei Nichtgefallen auch anderen Firmen anbieten.

Das gemeinsame Ziel ist dabei die Entwicklung neuer TV-Serien für Amazon Prime Video, welche wohl vermutlich teilweise auch auf den bereits bekannten Comics von Skybound basieren werden. Zuvor hatte man diesen Deal eben mit Sender AMC, woraus schließlich „The Walking Dead“ und „Fear the Walking Dead“ entstanden. Bei der HBO-Schwester „Cinemax“ entstand hingegen die Serien-Adaption zum übernatürlichen Horror-Comic „Outcast“.  Einen Schritt weiter ging jedoch Netflix und erwarb Millardworld, die Comicschmiede von Mark Millar („Kick-Ass“), während Disney verkündete, eigenen Streamingdienst ins Leben zu rufen.

Für „Zombie“-Sender AMC ändert sich hingegen nur wenig, da man ja bereits im Besitz der Rechte von „The Walking Dead“ und „Fear the Walking Dead“ ist. Allerdings wird es dort keinen Nachschub an neuen Werken von Kirkman geben. Wie bereits erwähnt, ist die Stimmung zwischen den Machern der Serie und dem Sender nicht allzu gut, da Produzenten sich finanziell betrogen fühlen. So zahlt AMC Network seine Studios aktuell 2,4 Millionen US-Dollar pro Episode um diese auszustrahlen. Deutlich weniger als beispielsweise bei „Better Call Saul“ und „Mad Man“, die bei Sony und Lionsgate produziert wurden, und deutlich weniger Zuschauer vor die Bildschirme lockten als aktuell Quotenbrecher „The Walking Dead“.

Eine erste Klage leitete schließlich der gefeuerte Showrunner Frank Darabont im Jahr 2013 ein. Jetzt reichen hingegen auch Robert Kirkman, der die Serie mitentwickelte, sowie die Produzenten Gale Anne Hurd, Glen Mazzara und David Alpert eine Klage gegen AMC ein und beschuldigen diesen massiv. Insgesamt soll es dabei um rund eine Milliarde US-Dollar gehen. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen und man recht bekommen, stünde dann nicht nur die Zukunft der Serien, sondern auch von AMC selbst auf dem Spiel.

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Quelle: Variety.com